pl en de

ArtInside

für laien

KLEINER WEGWEISER FÜR LAIEN


Wenn Sie sich bisher nicht besonders für Kunst interessiert haben oder wenn Sie mehr wissen wollen, dann sind Sie hier richtig. Um Ihnen die beste Wahl zu erleichtern und Sie mit möglichst vielen Informationen dazu, was Sie kaufen, zu versorgen, haben wir ein einfaches Glossar erstellt, das die meist vorkommenden Begriffe rund um die Kunst erläutert. Die in unserer Galerie angebotenen Bilder sind in verschiedenen Techniken ausgeführt und diese stehen wiederum für mehrere Kunstbereiche.


Die ZEICHNUNG umfasst als Gattung der bildenden Kunst diejenigen Techniken, deren Wesen in der Linienkomposition auf der Fläche liegt. Verwendet werden solche Werkzeuge, wie Bleistift, Tinte, Kohle, Feder und vieles mehr. Die Zeichnung stellt häufig nur die Vorbereitungsphase im Entstehungsprozess eines Maler- oder Graphikwerks dar, kann allerdings als völlig selbstständiges, vollwertiges Werk funktionieren.


Die MALEREI ist eine Gattung der bildenden Kunst, deren Wesen der Gebrauch von Linie und Farbe und manchmal nur von farbigem Fleck auf der Fläche ist. Ein Bild entsteht auf der Leinwand, dem Papier, Karton, manchmal auf dem Brett oder der Mauer. Das Malerwerk ist zweidimensional, obwohl es manchmal räumliche Elemente enthält. Charakteristische Merkmale des Bildes hängen mit der Art der gewählten Technik eng zusammen; und Techniken gibt es eine ganze Menge, die populärsten sind beispielsweise: Aquarell, Öl, Acryl, Pastell oder Gouache. Wodurch sich die eine Technik von der anderen unterscheidet, erfahren Sie unten.


GRAFIK

Charakteristisches Merkmal der Grafiktechniken ist die Ausführung auf Papier oder Leinwand von Abzügen von einer vorher gefertigten Druckplatte. Als solche kann eine Holz-, Metall- oder Steinplatte oder Sonstiges fungieren. Die Kunstgrafik ist ein Gebiet, auf dem der Grafiker während des gesamten Entstehungsprozesses eines Werks, von dem Konzept, über die Vorbereitung der Druckplatte, bis hin zur Erstellung des Abzugs anwesend ist. Bis vor kurzem hat dieses Merkmal die Kunstgrafik von der Gebrauchsgrafik unterschieden. Doch die gegenwärtigen Digitaldrucktechnologien machen die Anwesenheit des Autors während der letzten Etappe – des Druckprozesses nicht erforderlich. Die Arbeitsergebnisse des Grafikkünstlers – die Abzüge, auch Stiche genannt, haben den Wert der originalen Kunstwerke und die Zahl der entstehenden Abzüge ist von der gewählten Technik abhängig. Grafische Techniken lassen sich in drei Hauptgruppen unterteilen.


Tiefdruck – beruht auf dem Gravieren oder Ätzen der Zeichnung auf der Druckplatte, dem Füllen der Vertiefungen mit Farbe und dem Abdrücken des Werks auf Papier. Manchmal werden die Abzüge manuell, manchmal mithilfe einer Presse ausgeführt. Zu dieser Gruppe gehören unter anderem: Aquaforte, Aquatinta, Mezzotinto, Kupferstich, Weichgrundätzung, Kaltnadelradierung.

Hochdruck – in diesem Fall sind die gewölbten Teile der Druckplatte, auf die die Farbe aufgetragen wird, das Druckelement. Die ausgeschnittenen oder ausgeätzten Teile stellen auf dem Abzug den Hintergrund dar. Ein Beispiel dieser Druckmethode ist der Holzschnitt oder Linolschnitt.

Flachdruck – die Oberfläche der Druckplatte ist chemisch so präpariert, dass nur die gewählten Flächen die Druckfarbe annehmen können, obwohl hier Wölbungen und Vertiefungen, die der Farbe einen Halt bieten könnten, fehlen. Zu dieser Gruppe zählen: Lithographie, Monotypie , Serigraphie, Offset sowie Digitaldruck.

KUNSTFOTOGRAFIE, dichterisch Lichtmalerei genannt, beruht auf der Erfassung des realen Moments mithilfe des Lichts unter Einsatz des Fotoapparats. Die traditionelle Fotografie verwendet zu diesem Ziel lichtempfindliche Materialien, während sich die derzeit allgegenwärtige Digitalfotografie der elektronischen Erfassung bedient. In dem ersten Fall ist das Arbeitsergebnis des Künstlers der Abzug auf Barytpapier, der durch fotochemische Verfahren erzeugt wird. In dem letzteren Fall erreichen wir das Bild im Zuge des Drucks auf speziellen Plottern (Digitaldruck).                                                                                                                      

Schauen wir uns jetzt die jeweiligen Techniken, in denen die Werke erzeugt werden können, an.

ACRYL

Die Acrylmalerei ist eine junge, im 20. Jahrhundert entstandene Technik. Die Bilder sind durch tiefe, intensive Farben, leicht glänzende Oberfläche gekennzeichnet und bedürfen keiner besonderen Aufbewahrungsbedingungen. Acryl wird ähnlich wie Aquarelle (sind wasserlöslich) und wie Ölfarben verwendet (sind deckend, man kann sie in Schichten auftragen und Retusche anwenden). Wissen Sie, dass die populären Graffitis unter anderem eben mit Acrylfarben gemacht werden?

AQUARELL

Haben Sie ein Bild mit hellen, ein bisschen wie verschwommenen Pastellfarben vor sich, und bildet die Farbe eine dünne, durchsichtige Schicht, durch die der Farbton des Untergrunds durchschlägt, so ist es wohl ein Aquarell. Diese Technik, bereits im Altertum bekannt, beruht auf der Übertragung der mit Wasser verdünnten Pigmente auf ein poröses, schnell aufnehmendes Papier. Als Untergrund werden auch Pergamin, manchmal Samt oder sogar Elfenbein verwendet. Der Einsatz dieser Technik erfordert Präzision, denn Korrekturen sind so gut, wie unmöglich.

AQUAFORTE

Haben Sie sich mal die Werke von Rembrandt angesehen? Viele von ihnen sind mit dieser Technik ausgeführt, die eine Tiefdruckart darstellt. (Was Tiefdruck ist, lesen Sie unter GRAFIK). Die Kupferplatte wird mit Wachs oder Firnis beschichtet und auf der so vorbehandelten Oberfläche die Zeichnung mithilfe einer Stahlnadel ausgeführt. An den vom Werkzeug bearbeiteten Stellen wird das Metall freigelegt und während des Säurebades werden diese Linien ausgeätzt. Die Platte wird in der Säure mehrmals ausgeätzt, indem man die ausreichend bearbeiteten Stellen mit Firnis abdeckt. Die Endphase bildet die Auftragung der Druckfarbe in die ausgeätzten Ritze und das Abdrücken der Zeichnung auf feuchtem Papier mithilfe einer Druckerpresse.

AQUATINTA

Diese Technik ähnelt der Aquaforte mit dem Unterschied, dass anstatt der Linien ganze Flächen geätzt werden. Infolge der mehrmaligen Ätzung und Abdeckung immer kleinerer Bildflächen können unterschiedliche Tiefen der geritzten Stellen und dadurch eine Palette von Halbtönen erreicht werden. Das Ergebnis ähnelt etwas dem Aquarell oder der Tinten- bzw. Sepiazeichnung.

COLLAGE

Die in dieser Technik ausgeführten Bilder sind sehr charakteristisch. Aufgebaut aus Fragmenten verschiedener Materialien (Papier, Webstoff, Tapete, Zeitung, Fotos, Knöpfe und alles, was die Ideen des Autors ausdrücken wird), auf einer Fläche aufgeklebt, manchmal um andere Techniken ergänzt, bilden außerordentliche Kompositionen. Diese Werke funktionieren selbstständig, manchmal nehmen sie Bezug auf andere Werke, sind quasi ein Kommentar.

HOLZSCHNITT

Die älteste bekannte Grafiktechnik im Hochdruckverfahren. Der Künstler benötigt ein Holzbrett und einen scharfen Beitel, Stichel oder ein Messer. Auf das glatt gehobelte Brett wird die Zeichnung aufgetragen und mithilfe der Werkzeuge der Hintergrund entfernt, der nach dem Abdrücken weiß bleibt. Auf die gewölbten Teile wird Farbe aufgetragen und schon kann das Werk auf Papier abgedrückt werden.

GOUACHE

In dieser Technik werden wässrige Farben mit Beimischung von Kreide oder Weiß verwendet, wodurch sie, im Gegensatz zum Aquarell, deckend wirken. Die Werke werden auf Weiß- bzw. Farbpapier, manchmal auf Pergamin und Elfenbein ausgeführt. Am einfachsten gesagt, ist die Gouachefarbe heutzutage die populäre Plakatfarbe, die in Tuben oder Gläschen verkauft wird.

LINOLSCHNITT

Es ist eine der billigeren Hochdrucktechniken, denn das Linoleum, das als Druckplatte verwendet wird, ist billig und allgemein erhältlich. Auf der Linoleumplatte wird die Zeichnung mithilfe des Messers, Stichels oder der Nadel ausgeschnitten, anschließend werden die nichtausgeritzten, gewölbten Flächen mit Farbe beschichtet und Abzüge gefertigt.

LITHOGRAPHIE

Die Technik, in der Leon Wyczółkowski polnischer Meister war, beruht darauf, dass der Künstler die Zeichnung mit Lithographiekreide, Fettfarbe oder Lithographietusche auf der Oberfläche des geschliffenen Kalksteins ausführt. Anschließend wird der Stein mit Wasser befeuchtet. Dann wird die Druckfarbe aufgetragen, die nur an den mit fetter Zeichnung bedeckten Stellen haften bleibt und von den restlichen, feuchten Stellen abgestoßen wird. Jetzt kann schon mit der Fertigung von Abzügen begonnen werden. Dazu wird eine Druckpresse oder lithographische Maschine verwendet.

MEZZOTINTO

Obwohl es eine grafische Technik ist, liefert sie sehr malerische Effekte. Woraus ergibt sich das?
Auf einer Kupferplatte markiert der Künstler zuerst die Zeichnungsabrisse, und anschließend schabt, ritzt, stanzt er die Oberfläche sowie glättet und schleift ihre Fragmente mithilfe verschiedener Werkzeuge. Nach der Beschichtung haftet die Farbe an den aufgerauten, geschabten Stellen, und an den geschleiften Abschnitten gar nicht oder nur im geringeren Maße. Dadurch erhalten wir einen Abzug mit der gesamten Palette an Grautönen bis hin zum Schwarz, gleichzeitig mit einem Lichteffekt.

KUPFERSTICH

Wenn Sie sich ein in dieser Technik gefertigtes Werk anschauen, können Sie den Eindruck haben, dass es eher eine mit Feder ausgeführte Zeichnung ist. Um diesen Effekt zu erreichen, schneidet der Künstler die Zeichnung mit einem Stahlstichel direkt auf der geschliffenen Kupferplatte. Dann wird die Oberfläche mit Holzkohle geschliffen, erhitzt, Farbe gerieben und Abzüge auf feuchtem Papier mittels Presse ausgeführt. Das Interessante dabei ist, dass aus einer solchen Platte sogar einige hundert Abzüge – alle guter Qualität – erreicht werden können!

WEICHGRUNDÄTZUNG

Um sich des Endeffekts erfreuen zu können, muss der Künstler einen aus mehreren Etappen bestehenden Weg hinter sich bringen. Die erste Etappe bildet das Polieren und Entfetten der Kupfer- bzw. Zinkplatte. Die nächste Etappe – ihre Beschichtung mit einem Gemisch aus Firnis und Hammeltalg. Auf diese Oberfläche wird Papier gelegt, auf das mit Bleistift das Bildmotiv gezeichnet wird. An den vom Bleistift bearbeiteten Stellen bleibt der Firnis am Papier haften. Nach dem das Papier entfernt wird, bleibt unter der Zeichnung die firnisfreie Metallplatte. Die Platte wird im Säurebad geätzt und schon ist die Druckplatte fertig. Die Abzüge ähneln etwas den mit Kreide oder Bleistift ausgeführten Zeichnungen.

MONOTYPIE

Für eine Grafiktechnik ist es eine recht eigenartige Methode, denn im Endeffekt seiner Arbeit erhält der Künstler nur einen Abzug! Worauf beruht sie? Der Autor verwendet Druck- bzw. Ölfarben und trägt dabei seine Zeichnung direkt auf eine Metall- oder Glasplatte ein und drückt es anschließend von Hand (meistens; eher selten unter einer Presse) auf Papier ab. Manche halten Monotypie für eine Zufallstechnik, die anderen beweisen allerdings, dass der Künstler den gesamten Entstehungsprozess des Werks bewusst plant und kontrolliert. Im jeden Fall erfordert diese Technik viel Erfahrung.

ÖL

Die Ölmalerei ist wohl die meist verbreitete Malertechnik. Ihre Popularität verdankt sie den breiten kreativen Möglichkeiten, die sie den Künstlern bietet. Sie gewährleistet eine breite Farbpalette, Leichtigkeit in der Auswahl der Farbtöne und ‑intensität, einfache Gestaltung der Oberflächenstrukturen sowie die Handhabung mit räumlichen Formen durch den Einsatz der dicken Farbschicht. Ein wichtiges Merkmal ist auch die Möglichkeit, zu retuschieren und Änderungen auf der Leinwand vorzunehmen. Die Unterlage des Ölgemäldes bildet gewöhnlich eine aufgespannte und grundierte Leinwand, es kann auch ein Brett, Blech etc. sein. Der Vorteil von Ölgemälden ist ihre Zeitbeständigkeit. (Unter der Voraussetzung, dass sie technisch gut vorbereitet sind).

PASTELL

Die in dieser Technik ausgeführte Arbeit ist einfach zu erkennen. Helle, subtile, oft einander durchdringende Farben, Glanz, Leichtigkeit und Schwierigkeit bei der Feststellung: ist das Zeichnung oder Malerei? Die Farben, die die Form von dünnen, weichen Stiften haben (Pigment, Kreide, Gips, Bindemittel), werden auf die Unterlage mit rauer Oberflächenstruktur (z.B. Karton, Papier, Leinwand) aufgetragen oder eigentlich eingereibt. Sie dringen nicht tiefer ein, sondern bleiben auf der Oberfläche. Es reicht, einen Blick auf „Macierzyństwo” („Mutterschaft“) von Wyspiański zu werfen und schon ist alles klar!

SERIGRAPHIE

Serigraphie, auch Siebdruck oder Druck mit Schablone genannt, stammt zwar aus dem Fernen Osten, doch als Kunsttechnik verbreitete sie sich in den Vereinigten Staaten, indem sie das Werkzeug der Pop-Art-Vertreter wurde. Sie wissen sicherlich das Bild von Marilyn Monroe oder Elvis Presley, das von dem kontroversen Andy Warhol ausgeführt wurde? Das ist eben Serigraphie. Sie beruht auf der Fertigung der Zeichnung auf einem über einen Rahmen gespannten Netz (aus Baumwolle, Metall, synthetisch). Das Motiv wird von Hand, mithilfe von Schablonen, mit Tusche oder Lithographiekreide, bzw. letztens wohl am häufigsten mit fotographischer Methode - unter Anwendung lichtempfindlicher Emulsion festgestellt. Durch die offenen Stellen des Siebs wird die Druckfarbe mithilfe einer Gummirakel durchgedrückt. Für farbige Werke ist die Fertigung einer separaten Schablone für jede Farbe notwendig.

KALTNADELRADIERUNG (KALTE NADEL)

In die geschliffene Platte, meistens aus Kupfer, wird die Zeichnung mit einer stählernen Nadel eingeritzt. Ohne Ätzung werden die Vertiefungen mit Farbe gefüllt und Abzüge ausgeführt. Während der Erstellung der Zeichnung schneidet die vertikal gehaltene Nadel keine Metallelemente aus, sondern ritzt das Metall an und drängt es in die Seiten und hinterlässt kleine Späne an den Rändern der Furchen. Dadurch entstehen eben auf den Abzügen charakteristische weiche schwarze Töne und Effekte der unscharfen Konturen. Während des Abdrückens verflachen die Späne allmählich, so dass die ersten Abzüge die wertvollsten sind.

KOHLE

Mit der Kohle werden Werke ausgeführt, die der Abbildung von Details nicht bedürfen. Der Einsatz der Kohle erlaubt eine freie und fließende Arbeit, häufig mit der Verschwemmungstechnik verbunden. Mit der Kohle lassen sich sowohl dünne als auch dicke Linien sowie breite Flächen erreichen und die Schwarzintensität hängt von der Kohleart und der Druckkraft ab.

realizacja: insys